BANGLADESH 1997

Im Frühjahr 1997 hatte ich die Möglichkeit, eine nicht gerade alltägliche Reise zu unternehmen. Sie führte mich für ein Woche in eines der ärmsten Länder dieser Erde. Es war ein Reise, die mit ihren Eindrücke noch bis heute viele Spuren bei mir hinterlassen hat. Ich bin froh und dankbar, dass ich diese Reise machen konnte und will mit den hier hinterlegten Fotos anderen die Gelegenheit geben, sich einen Einblick in diese "Welt" zu verschaffen. Ich traue mich nicht, Euch viel Spaß dabei zu wünschen, da es oftmals keine "spaßigen" Bilder sind. Lasst diese Bilder einfach auf Euch wirken!

Mein ganz besonderer Dank gilt Helmut, Rabi und Mamoun, dass Sie mir all' diese Eindrücke ermöglicht haben.

Der Basar der Hauptstadt Dhaka zu früher Morgenstunde. Wie man unschwer erkennen kann, hat das Tagesleben hier noch nicht begonnen. Wenige Zeit später herrscht hier Hochbetrieb, und man kann von der Rinderhälfte über Bücher bis zur Tischdecke so ziemlich alles erstehen. Handeln ist angesagt!

Das noch im Bau befindliche Stadion von Dhaka. Die Bedeutung des Vogel-Denkmals vor dem Stadion ist mir leider nicht bekannt.

Eine der unzähligen Straßenschluchten von Dhaka, bevölkert von - wie sollte es auch anders sein - jede Menge Fahrradrikschas.

Und noch ein Blick auf die Straßen der Hauptstadt. Es ist völlig normal, daß sich dort auf drei Spuren bis zu 6 Autos, Busse und Rikschas nebeneinander drängen. Der Bus ist eher untypisch, da sich normalerweise immer auch Fahrgäste auf dem Dach befinden.

Die Universität von Dhaka. Ein alter Kolonialbau aus den Zeiten den englischen Herrschaft. Die Universität ist streng aufgeteilt nach geistes- und naturwissenschaftlichen Studiengängen. Auch die Studenten der beiden Richtung verstehen sich nicht allzu gut. Es kommt immer wieder zu blutigen Zusammenstößen, die nicht selten tödlich enden.

Der Campus der Universität. Das Holzgebilde dient der Polizei als Wachtturm, um stets die rivalisierenden Seiten im Blick zu haben.

Ganz in der Nähe der Uni liegt das Nationaldenkmal, das anlässlich des Unabhängigkeitskrieges gegen Pakistan erbaut wurde. Bangladesh hieß früher Ost-Pakistan und gehörte auch zum Staat Pakistan. Im  Vordergrund ist Mamoun zu sehen, der mich die ganze Zeit begleitet und mir die bengalische Welt näher gebracht hat. Thank you very much!

Ein Bild, was angesichts der chaotischen Straßenverhältnisse auf den Straßen Bangladeshs zum Schmunzeln anregt. Solange ein Fahrzeug das andere überholt wird gehupt, was die Tröte hergibt. Verbote? Gibt es die wirklich?

Ich habe in meinem ganzen Leben noch nie soviel Angst im Straßenverkehr gehabt wie auf dieser Reise. Doch Unfälle haben wir in dieser Zeit glücklicher- und wundersamerweise keine gesehen.

Ein Foto, zu dem dem ich eine besondere Beziehung habe. Wer meinen Lebenslauf gelesen hat oder mich näher kennt weiß, daß ich meine Bankausbildung bei der Nationalbank AG in Essen gemacht habe. Nun - Mamoun steht hier vor der Nationalbank von Bangladesh. Glaubt's mir einfach!

In Bangladesh mündet ja bekannterweise der Ganges mit seinem rieseigen Delta in den Golf von Bengalen. Hier seht Ihr einen Blick auf den Hafen von Dhaka mit seinen unzähligen Fähren und überladenen Holzbooten.

Die Fähren sind oftmals völlig überladen und nicht selten kommt es vor, dass ein solches Schiff mit Mann und Maus versinkt. Doch diese Schiffe stellen oftmals die einzige Verbindung zu den Städten flussaufwärts und an den Küsten dar.

Eine typische Straßenszene in Dhaka. Ein Friseur, der auf dem Bürgersteig seinem Geschäft nachgeht.

In der Nähe des Hafens befindet sich auch der Obstmarkt. Hier wird mit allerlei frischem Obst - von der Banane, über Melonen bis zur Weintraube - gehandelt. 

Hier hat es den Anschein, als müsste in Bangladesh kein Mensch Hunger leiden. Schön, wenn dem so wäre.

Ich habe selten so leckere Bananen gegessen. Vergesst die blöden Euro-Norm-Bananen!

Unweit des Hafens befindet sich der sog. "rosa Palast". Leider ist mein Reiseführer auf dem Dachboden eingemottet, sodass ich weiter Hintergründe galant verschweigen muss.

Ich fürchte jedoch, dass es sich auch hier um eine koloniale Hinterlassenschaft der Engländer handelt.

In einem solchen Gefährt hat mich Mamoun durch "seine" Stadt geführt.

Es war eine tolle Sache, wenngleich man auch unsägliches Elend zu Gesicht bekommt. Doch ich finde es unmenschlich, so etwas auch noch im Bild festzuhalten. Vergessen wird man solche Moment sowieso nie, und Bilder verharmlosen nur!

Ein weiteres Gefährt, das häufiger auf den Straßen Bangladeshs anzutreffen ist, und deren Fahrer wegen ihrer Rücksichtslosigkeit in der Bevölkerung nicht gerade beliebt sind.

Sie nennen sich "kings of the road" und benehmen sich auch oftmals so. Doch viele dieser Vehikel sind einfach schön anzusehen, denn sie sind bis ins letzte Details liebevoll gestaltet.

Ein Sonnenuntergang zum Schluss darf natürlich nicht fehlen! Aufgenommen habe ich ihn im National-Independence-
War-Memorial-Park.


To be continued ... 

 

[last modified: 22.06.03 19:50 ]